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Zusammenfassung
Die Frohnatur ist die Marke von Laura Bauer aus Calau, und sie ist die Frohnatur auch selbst. Alles, was unter diesem Namen entsteht, kommt aus ihrer Hand. Sie illustriert, entwickelt daraus Produkte für Kinder, gestaltet Papeterie für Hochzeiten und Jubiläen, entwirft Werbemittel für Unternehmen und Kommunen und gibt Aquarellkurse.
Ihr Onlineshop stammte von einem Freelancer über Fiverr, war günstig gebaut und nach dessen Verschwinden nicht mehr wartbar. Seit Mitte 2025 arbeiten wir zusammen. Wir haben den Bestand analysiert, gemeinsam eine IT-Strategie aufgesetzt, das Geschäft neu sortiert und einen eigenständigen Shopify-Store für den Kinderbereich komplett neu gebaut, inklusive weiterentwickeltem Design. Das regionale Geschäft läuft seitdem getrennt davon. Wir übernehmen die laufende IT-Beratung, die Wartung und die Weiterentwicklung des Shops. Ein Partner aus unserem Netzwerk verantwortet die Werbung und liefert aus den Kampagnendaten strukturelle Anforderungen an den Shop, die wir fortlaufend umsetzen. Die Zusammenarbeit läuft bis heute. Wer sehen will, was daraus geworden ist, findet den Shop unter kids.die-frohnatur.de.
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Status Quo
Der ursprüngliche Shop war über Fiverr entstanden, mit einem individuell gebauten Theme zu einem sehr niedrigen Preis. Formal hatte der Dienstleister geliefert, was bestellt war. Er hatte die Wünsche einer Auftraggeberin umgesetzt, die sich selbst nicht als technisch versiert beschreiben würde, und das Projekt damit abgeschlossen.
Dann war der Ansprechpartner von einem Tag auf den anderen nicht mehr erreichbar. Mit ihm verschwand das komplette Wissen über den Shop, weil nichts dokumentiert war. Übrig blieb ein System, das niemand mehr sinnvoll anfassen konnte. Wer selbst schon einmal in dieser Situation war, weiß, dass ab diesem Punkt jede Kleinigkeit teuer wird.
Dazu kam ein grundsätzlicheres Problem. Der Shop war technisch und gestalterisch nicht darauf ausgelegt, Verkäufe zu erzielen. Er zeigte Produkte, aber er führte niemanden zu einer Kaufentscheidung. Und er zeigte alles gleichzeitig. Geschenkideen standen neben sehr speziellen Kinderprodukten, daneben Papeterie für Hochzeiten, Werbemittel für Geschäftskunden und Kursbuchungen. Vier Zielgruppen mit vier völlig unterschiedlichen Kaufsituationen in einem einzigen Shop. Wer alles anbietet, wird für nichts gefunden.
Hinzu kam, dass es niemanden gab, der die Dinge einordnet. Es fehlte eine Instanz, die sagt, was zuerst gemacht werden muss, was warten kann und was sich schlicht nicht lohnt. Das ist bei kleinen Unternehmen der Normalfall und der Grund, warum viel Geld in Maßnahmen fließt, die nichts bewegen.
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Idee
Am Anfang stand eine Bestandsanalyse, nicht der Griff zum Code. Das eigentliche Problem war keine Technikfrage, sondern eine Positionierungsfrage. Solange unklar ist, für wen ein Shop gebaut wird, hilft auch die beste Umsetzung nichts.
Aus der Analyse ergab sich eine klare Trennung. Das Kindersortiment mit den von Hand illustrierten Mutmachern, Sorgenvertreibern und personalisierten Geschenken hat ein bundesweites Publikum und lässt sich über bezahlte Werbung skalieren. Das regionale Geschäft mit Papeterie, Werbemitteln und Aquarellkursen spricht ganz andere Menschen an, Brautpaare, Unternehmen, Kursteilnehmende aus der Umgebung, und funktioniert über persönlichen Kontakt und Anfrage statt über den Warenkorb. Diese beiden Logiken hatten sich vorher gegenseitig im Weg gestanden, in der Nutzerführung wie in der Sichtbarkeit bei Google. Also bekommt jede ihren eigenen Ort.
Der zweite Teil der Idee war eine IT-Strategie, die zum Budget passt. Wir haben alle sinnvollen Maßnahmen gesammelt und danach sortiert, was direkt auf Umsatz einzahlt und was nicht. Was nicht nach oben kam, ist aus dem Angebot geflogen und mit einem späteren Zeitpunkt versehen worden. Ein Angebot, das alles enthält, ist einfach zu schreiben. Ein Angebot, das im Rahmen bleibt und trotzdem trägt, ist die Arbeit, für die man uns bezahlt.
Der dritte Teil betraf die Arbeitsteilung. Laura Bauer ist Illustratorin und Unternehmerin. Ihre Zeit gehört in Produkte, Motive und Inhalte für die Werbung. Alles, was technisch daran hängt, übernehmen wir. Die Werbung selbst gehört in die Hände von jemandem, der nichts anderes macht, deshalb haben wir dafür einen Partner aus unserem Netzwerk dazugeholt.
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Lösung
Entstanden ist ein eigenständiger Shopify-Store für den Kinderbereich unter kids.die-frohnatur.de, von uns komplett neu gebaut. Die Struktur folgt nicht mehr der Produktart, sondern dem Anlass und dem Bedürfnis der Käuferinnen und Käufer. Wer nach einem Geschenk zum Schulanfang sucht, findet eine passende Kategorie. Wer ein Kind hat, das mit Wut oder Trennungsangst kämpft, ebenfalls. Das ist die Sprache, in der Eltern tatsächlich suchen.
Das Design haben wir auf Basis der Illustrationen weiterentwickelt, mit einem klaren Aufbau, der zum Kauf führt, statt nur schön auszusehen. Die Handschrift der Marke bleibt dabei erhalten, denn sie ist der eigentliche Grund, warum Menschen dort kaufen. Technisch ist der Shop von Grund auf sauber aufgesetzt worden. Ladezeiten, Struktur, Wartbarkeit und die technischen Voraussetzungen für messbare Werbekampagnen waren vorher nicht gegeben. Der Shop ist auf allen Endgeräten nutzbar und erfüllt die rechtlichen Anforderungen an einen deutschen Onlineshop, vom Widerrufsprozess bis zum Datenschutz. Alles, was wir bauen, ist dokumentiert und von jemand anderem übernehmbar. Genau daran war das erste Projekt gescheitert.
Das regionale Geschäft hat unter Frohnatur Regional eine eigene, dedizierte Seite bekommen, mit Papeterie-Galerie, Werbemittelreferenzen für die Stadt Calau, die IHK Cottbus und regionale Veranstaltungen, einer eigenen Anfragestrecke und der Übersicht der Aquarellkurse. Der nächste geplante Schritt ist die Auslagerung dieses Bereichs auf eine eigenständige Webseite. Das trennt die Themen vollständig, macht beide Auftritte für Suchmaschinen eindeutiger und erlaubt es, den regionalen Bereich unabhängig vom Shop weiterzuentwickeln.
Die Zusammenarbeit mit dem Werbepartner läuft in einem festen Kreislauf. Er bespielt die Kanäle, wertet die Kampagnendaten aus und leitet daraus ab, was im Shop strukturell besser werden muss, etwa an Produktseiten, Kategoriestruktur, Bundles oder der Reihenfolge der Kaufentscheidung. Diese Anforderungen setzen wir um, danach zeigt die nächste Auswertung, ob es gewirkt hat. Der Shop ist damit kein fertiges Projekt, sondern ein System, das mit jeder Runde besser verkauft.
Parallel läuft unsere Beratung weiter, inzwischen auch zu internen Abläufen im Betrieb, die wir Schritt für Schritt verbessern. Ein Wartungsvertrag sichert den laufenden Betrieb ab, Weiterentwicklungen planen wir gemeinsam nach derselben Logik wie am Anfang, also nach Wirkung und Budget.
Wenn heute eine technische oder geschäftliche Frage auftaucht, kommt der Anruf zu uns. Die Antwort kommt von den Leuten, die den Shop gebaut haben.