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Feuerwehr­informations­system

Feuerwehrinformationssystem (FIS) für die Initiative „Feuerwehr der Zukunft“

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Zusammenfassung

Mit dem Feuerwehrinformationssystem, kurz FIS, entwickeln wir eine Software, die Verwaltung, Einsatzplanung und Ressourcen einer Feuerwehr in einem System zusammenführt. Die Idee dazu haben wir schon länger. Mit der Initiative „Feuerwehr der Zukunft“ gab es den passenden Rahmen, um sie mit Fördermitteln voranzubringen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert diese Initiative im Programm „WIR! Wandel durch Innovation in der Region“. Die Stadt Ludwigsfelde hat die Förderung stellvertretend für die Region entlang der B101 bis Jüterbog eingeworben.

 

Unser Projekt war das erste, das innerhalb dieses Konsortiums eine Förderung erhalten hat, mit einem mittleren fünfstelligen Betrag aus Mitteln des Bundesministeriums. Das FIS wird aktuell entwickelt und soll später als marktreifes Produkt verfügbar sein. Es richtet sich an kleine Freiwillige Feuerwehren genauso wie an große Berufsfeuerwehren.

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Status Quo

Die Regeln für den Brandschutz machen in Deutschland die Länder, und jedes macht sie ein wenig anders. So gibt es 16 Bundesländer mit 16 eigenen Brandschutzgesetzen. Dazu kommen Vorgaben aus Katastrophenschutz, Rettungswesen und Datenschutz, die sich an vielen Stellen überschneiden. Getragen wird die Feuerwehr dann von der jeweiligen Kommune. Die Stadt oder Gemeinde stellt ihre Wehr auf, rüstet sie aus und organisiert sie nach ihren eigenen Möglichkeiten. Was in einer Gemeinde in Brandenburg funktioniert, passt in der Nachbargemeinde nicht zwingend genauso, von Sachsen ganz zu schweigen.


Hinzu kommt, dass keine Feuerwehr wie die andere ist. Eine Freiwillige Feuerwehr mit zwanzig Ehrenamtlichen im Dorf hat völlig andere Abläufe als eine Berufsfeuerwehr in einer Großstadt mit mehreren Wachen und Schichtbetrieb. Trotzdem müssen beide ihre Einsätze dokumentieren, Personal und Qualifikationen verwalten, Fahrzeuge und Material im Blick behalten und Nachweise gegenüber Kommune und Land führen.


In der Praxis passiert das oft in Excel-Listen, auf Papier oder in älteren Programmen, die irgendwann jemand eingerichtet hat und die heute kaum noch jemand pflegen kann. Ich kenne das aus meiner eigenen Zeit in der Feuerwehr gut genug, um zu wissen, dass das kein Randproblem ist.


Und dann ist da das Ehrenamt. Der größte Teil der Feuerwehren in Deutschland arbeitet ehrenamtlich. Wer abends nach der Arbeit noch Dienst macht, hat keine Zeit für ein Einführungsprojekt, das sich über Monate zieht. Wer schon einmal ein ERP-System in einem Betrieb eingeführt hat, weiß, wie viel Aufwand dahintersteckt. Eine Feuerwehr hat dafür weder eine IT-Abteilung noch das Budget.

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Idee

Die Grundidee für das FIS hatten wir lange bevor es die Initiative gab. „Feuerwehr der Zukunft“ war für uns die Gelegenheit, sie dort zu platzieren und mit Fördermitteln weiterzuentwickeln. Dafür musste sie allerdings erst durch das Förderverfahren. Das bedeutete, uns durch etliche Seiten Förderrecht, Richtlinien und Antragsvorgaben zu arbeiten. Das ist ein Regelwerk, bei dem selbst erfahrene Fachberater genau hinschauen müssen, und wir haben es als kleines Unternehmen komplett selbst gestemmt. Mit detaillierten Skizzen und Vorträgen haben wir anschließend eine Fachjury aus Katastrophenschutz, IT und Verwaltung überzeugt. Am Ende stand die erste Förderzusage im Konsortium über einen mittleren fünfstelligen Betrag.

 

Inhaltlich war schnell klar, dass eine Einheitslösung für alle nicht funktioniert. Wir haben deshalb mit Feuerwehren unterschiedlicher Größe gesprochen und deren Abläufe genau aufgenommen. Daraus ist der Kern des FIS entstanden: ein stabiles Grundsystem, das sich über ein eigenes Anpassungssystem an jede einzelne Feuerwehr anpassen lässt.

 

Die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes und die Eigenheiten der einzelnen Wehr werden im System hinterlegt. Das kann die Feuerwehr selbst übernehmen, ohne tiefere IT-Kenntnisse und ohne dass dafür neu programmiert werden muss. Für die Ortswehr bleibt das System schlank. Die Berufsfeuerwehr bekommt den Funktionsumfang, den sie für ihren Betrieb braucht.

 

Damit die Einführung auch im Ehrenamt machbar bleibt, war der Umgang mit Altdaten von Anfang an Teil der Planung. Bestehende Listen und Daten aus vorhandenen Programmen sollen möglichst einfach übernommen werden können, damit niemand bei null anfangen muss.

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Lösung

Das FIS ist technisch als ERP-System für Feuerwehren konzipiert, also als zentrale Plattform für Verwaltung, Einsatzplanung und Ressourcenmanagement. Die Planung folgt aktuellen Standards im Software-Engineering und wurde nach wissenschaftlich fundierten Methoden aufgebaut.

 

Die Software basiert auf einer ereignisgesteuerten Architektur. Das bedeutet einfach gesagt, dass das System sofort reagiert, wenn sich etwas ändert, etwa wenn ein Fahrzeug ausfällt oder eine Einsatzkraft nicht verfügbar ist. In der Einsatzplanung zählt jede Minute, deshalb ist das hier eine Grundvoraussetzung.

 

Ein Feuerwehrsystem muss auch dann laufen, wenn die Lage angespannt ist. Das FIS ist deshalb auf Hochverfügbarkeit ausgelegt und so gebaut, dass es auch unter besonderen Bedingungen zuverlässig arbeitet. Sicherheit und Datenschutz sind von Beginn an in die Architektur eingeflossen, denn eine Feuerwehr verarbeitet sensible Personaldaten und Einsatzinformationen. Das System erfüllt alle rechtlichen Anforderungen, die an den Umgang mit diesen Daten gestellt werden.

 

Über das Anpassungssystem wächst das FIS mit der jeweiligen Organisation. Dieselbe Software trägt eine kleine Freiwillige Feuerwehr genauso wie eine Berufsfeuerwehr mit mehreren Standorten. Der Import von Altdaten sorgt dafür, dass der Umstieg ohne aufwendiges Einführungsprojekt gelingt.

 

In dem Projekt stecken mehrere unserer Leistungsbereiche. Die Analyse der Abläufe und die Arbeit im Förderverfahren gehören zur IT-Strategie und Prozessberatung. Das System selbst ist Individualprogrammierung. Hochverfügbarkeit, Sicherheit und Datenschutz decken Hosting und Infrastruktur sowie IT-Sicherheit ab. Das FIS befindet sich derzeit in der Entwicklung.

Starten wir Ihr Projekt.

Kein langes Briefing vorab. Beschreiben Sie kurz, was Sie vorhaben, und wir schauen gemeinsam, was sich daraus machen lässt.

Arne · meist innerhalb weniger Stunden
Arne Hallo! Um was für ein Projekt geht es? Beschreiben Sie kurz Ihre Idee oder Herausforderung, ich melde mich dann schnellstmöglich bei Ihnen zurück.
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